Tempranillo

Die geografische Verbreitung der Rebsorte Tempranillo ist begrenzt. Man findet sie hauptsächlich in Spanien. Auch in Portugal ist die Sorte anzutreffen, vor allem in den Gebieten des Alentejo und als Portweintraube im Douro-Tal. Dort ist Tempranillo jedoch eher als Tinta Roriz und Aragonez bekannt. Zunehmend wird die Rebsorte auch in Australien, den USA und Südafrika angebaut. Tempranillo-Beeren sind recht dickschalig, ergeben im Wein viel Tannin und Gerbstoffe und besitzen dadurch Lagerpotenzial. Wird eine noch längere Lagerzeit gewünscht, wird Tempranillo mit Garnacha und Mazuelo verschnitten. Mit dem Alter werden die präsenten Tannine samtig. Die Beeren haben grundsätzlich wenig Säure und reifen früh – eben «temprano», was auf Spanisch «früh» heisst. Trotz der geringen Säure sind sie lebendig und frisch, leicht und elegant. Ist die Rebsorte hohen Temperaturen ausgesetzt, ergibt sie relativ flache Weine. Tempranillo wird selten sortenrein ausgebaut, sondern meist mit anderen Rebsorten verschnitten. Sortenreiner Wein aus Tempranillo wird vor allem in Ribera del Duero in Spanien hergestellt und wird dort sehr kraftvoll.

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