Nebbiolo
Die edle, aber zartbesaitete Nebbiolo ist eine Rebsorte, die in der italienischen Weinbauregion Piemont Rotweine wie Barolo, Barbaresco oder Gattinara ergibt. Die langsam reifende Nebbiolo ist empfindlich gegen Spätfrost und wird an steilen Süd- und Südwesthängen rund um die Stadt Alba angebaut. Die Weine der Rebsorte Nebbiolo variieren von fruchtigen, femininen und leichten Aromen bis hin zu herben, sehr straffen und etwas bitteren Noten. In der Jugend sind sie dunkel und tanninreich und besitzen eine kräftige Säure. Mit dem Alter reifen sie zu komplexen, aromatischen Weinen heran. Nebbiolo-Weine erinnern an Trüffel, Wild, verwelktes Laub und Pflaumen. Ein typisches Beispiel ist der Nebbiolo d’Alba, er ist der Ursprungstyp des Barolo. Er wird in der Lombardei unter dem Namen Chiavennasca vermarktet und oft mit Sorten wie Merlot und Cabernet Franc verschnitten. Nebbiolo d’Alba ist elegant und rassig, jedoch gut zugänglich und nicht so tanninreich wie der Barolo. Barolo und Barbaresco zeichnen sich durch einen kräftigen, tanninbetonten Geschmack aus.Im DOC-Gebiet Valtellina Superiore gibt es die bekannten Weine Sassella und Inferno, die beide zu 100 Prozent aus der Rebsorte Nebbiolo ausgebaut werden. Die Weinherstellung ist auf maximale Farb- und Gerbstoffausbeute ausgerichtet und erfolgt meist in grossen Tanks oder Holzfässern bei hohen Temperaturen. Die Gärung kann bis zu zwei Wochen dauern, damit die grösstmögliche Farb- und Gerbstoffausbeute erreicht wird.