Italien

Italien

Der italienische Wein wird weltweit getrunken und geschätzt. Mit durchschnittlich 60 Millionen Hektoliter produziertem Wein jährlich und 856.000 Hektar Rebfläche kann hier kaum ein anderes Land mithalten. Das ganze resultiert aus einer langen Geschichte und Tradition des Weinbaus in Italien. Endecken Sie unsere Weinsortiment aus den beliebtesten Regionen Italiens wie Toskana, Piemont, Abruzzen, Sardinien, Sizilien und noch viele weitere viel Spass beim erkunden.

Unterkategorien

  • Toskana

    Kaum eine Region steht so für Dolce Vita und italienisches Flair wie die Toskana. Die rund 60 000 Hektar Rebfläche befinden sich ebenso in sanften Hügellandschaften wie an der Küste. Fast überall ist die Sangiovese-Traube wichtiger – oder einziger – Bestandteil von DOC- und DOCG-Weinen, mit Ausnahme der Küste, wo vor allem französische Rebsorten Fuss gefasst haben. Chianti Classico, Chianti, Vino Nobile di Montepulciano und Brunello di Montalcino sind die wichtigsten der elf DOCG-Weine im Inland, die alle Sangiovese als Basis haben. Rund um Bolgheri hat sich im Gefolge des Kultweines Sassicaia ein DOC-Gebiet entwickelt, das allerdings französische Rebsorten als Basis hat, die vor allem in der Küstenregion Maremma dominieren. Auch sogenannte Supertuscans – heute meist Toscana-IGT-Weine – haben oft internationale Rebsorten, aber auch Sangiovese als Basis. Weissweine von Bedeutung gibt es lediglich bei San Gimignano aus der Rebsorte Vernaccia, 1966 das erste DOC-Gebiet Italiens.

  • Piemont

    Eine der grossen Weinbauregionen der Welt, und das hat sie vor allem den Weinen der Langhe und der Rebsorte Nebbiolo zu verdanken. Aber das ist noch lange nicht alles, was das Piemont an Traubenvielfalt zu bieten hat: Die Barbera-Traube bringt in den Anbaugebieten des Astigiano und des Monferrato fruchtig-frische und manchmal auch überraschend langlebige Weine hervor. Dolcetto, Grignolino und Freisa sind ebenfalls die Basis von sehr eigenständigen Rotweinen, Cortese di Gavi oder Favorita bilden die Grundlage von Weissen. Rund 90 Prozent der 47 000 Hektar Rebfläche sind in der Hand roter Reben, allen voran des Nebbiolo, Basis der DOCG-Weine Barolo, Barbaresco und Roero rund um die Stadt Alba. Nebbiolo ist auch in einem kleinen Anbaugebiet im Nordpiemont rund um Gattinara und Ghemme heimisch. Die am meisten angebaute Sorte des Piemont ist allerdings Barbera. Unter den Weissweinen dominieren Cortese (für Gavi) und Arneis. Einen grossen Teil der Rebfläche nimmt auch die Moscato-Traube ein, die Basis von blumigen, frischen Perlweinen.

  • Veneto

    Das Veneto ist eine facettenreiche Region im Norden Italiens. Rebberge finden sich an den Ufern des Gardasees ebenso wie nahe der Lagune von Venedig, zu Füssen der Dolomiten und in den Hügeln von Mantua. Die Vielfalt der kultivierten Trauben ist einzigartig: Sie reicht von autochthonen weissen Reben wie der Prosecco- oder der Garganega-Traube über Chardonnay und Pinot Grigio bis zu den eigenständigen roten Varietäten Corvina und Raboso und zu Cabernet und Merlot. Grosse Tradition haben neben den autochthonen roten Rebsorten Corvina und Rondinella – die Basis von Amarone, Valpolicella oder Bardolino – die roten Bordelaiser Varietäten, die zum Teil schon seit mehr als hundert Jahren im Veneto heimisch sind. Mehr als die Hälfte der Weinproduktion des Veneto ist heute noch den weissen Trauben vorbehalten: von der Glera (Basis der Prosecco-DOC- und Prosecco-Superiore-DOCG-Schaumweine) über die Garganega (Basis des Soave) bis zur Turbiana (Basis des Lugana).

  • Apulien

    Charakterisiert wird Apulien von einer beispiellosen landschaftlichen Vielfalt – von den Berggipfeln der Daunia über ausgedehnte Hochebenen bis zu den Sandstränden des Salento besitzt Apulien viele unterschiedliche Terroirs. Die Vielfalt demonstrieren auch vier DOCG- und 28 DOC-Zonen, einige davon sind weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt: Salice Salentino, Primitivo di Manduria oder Castel del Monte. Die Rebfläche Apuliens beträgt aktuell rund 83 000 Hektar, etwa 80 Prozent davon sind mit roten Rebsorten bepflanzt. Seit rund 30 Jahren macht die Region immer mehr mit eigenen Etiketten von sich reden. Gekeltert werden sie aus den drei Premiumrebsorten Negroamaro, Primitivo und Nero di Troia.

  • Abruzzen

    36 000 Hektar nimmt die Rebfläche der Abruzzen ein: Dominant ist die Rebkultur in der Provinz Teatino, in der drei Viertel der Reben zu finden sind, gefolgt von Pescara, Teramo und Aquila im gebirgigen Hinterland. Herrscher der abruzzesischen Rebberge ist die rote Montepulciano-Traube, die Basis des Montepulciano dʼAbruzzo, zu dem auch die Rosévariante Cerasuolo gehört. Montepulciano wird derzeit auf rund 17 000 Hektar kultiviert, Tendenz steigend. Neben der weissen Traube Trebbiano dʼAbruzzo gewinnen auch andere autochthone Rebsorten wie Passerina, Pecorino oder Cococciola zunehmend an Bedeutung.

  • Emilia-Romagna

    Die Emilia-Romagna ist heute ein Gebiet mit 20 DOC- und DOCG-Zonen. Dazu gehören kleine Zonen wie die für Bosco Eliseo DOC und grosse wie die für Sangiovese di Romagna DOC (mit rund 150 000 Hektolitern produziertem Wein). 58 000 Hektar stehen in der Emilia-Romagna unter Reben, fast die Hälfte davon in der Ebene. Nicht ganz 5 Millionen Hektoliter Wein werden produziert. Eine der bekanntesten Rebsorten der Region ist der Lambrusco, der rund um Modena vorwiegend süss und spritzig ausgebaut wird. Die bedeutendsten sind Grasparossa di Castelvetro, Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Salamino, Lambrusco Marani, Lambrusco Maestri oder Lambrusco Montericco. In der Romagna zwischen Bologna und Rimini ist hingegen Sangiovese dominant, die Basis von Sangiovese di Romagna DOC. Albana ist die erste weisse Rebsorte, die in Italien mit der DOCG-Bezeichnung ausgezeichnet wurde.