Spanien
Spanien kommt als Weinland eine besondere Rolle zu. Weltweit verfügt es über die größte Rebanbaufläche, auf der gut 250 verschiedene Rebsorten angebaut werden. Das Land gilt als größter Hersteller von Weißwein - ist jedoch besonders für seinen Rotwein bekannt. Die bekanntesten Regionen sind Ribera del Duero, La Rioja, Andalusien, Kastilien-León, Galicien, Navarra, Balearen bei uns finden Sie Weine von diesen Regionen und noch von vielen anderen machen Sie sich auf Entdeckungsreise.
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Ribera del Duero
Kaum eine andere Weinbauregion in Spanien hat in den letzten 30 Jahren eine solch rasante Erfolgsstory geschrieben wie Ribera del Duero. Noch in den 70er Jahren galt Vega Sicilia mit seinen legendären Topweinen als schillernder Solitär im Niemandsland, heute keltern hier mindestens zwei Dutzend Weingüter die mithin besten Rotweine Spaniens. Gegenwärtig sind rund 22 000 Hektar mit Reben bestockt. Die Rebberge liegen in einem kargen Hochtal, rund 700 bis 1000 Meter über Meer und folgen dem Duero-Fluss. Die besten Lagen befinden sich in Hügellagen. Die jährliche Produktion liegt bei rund 80 Millionen Liter. Die Tempranillo-Traube, hier Tinta del País genannt, dominiert mit einem Anteil von über 80 Prozent. Während im Westen des Gebietes (Peñafiel) mehrheitlich vollfruchtige und würzige Weine entstehen, ist das Zentrum des Gebietes (Roa) bekannt für seine kräftigen und gut strukturierten Weine, während die Gewächse im Osten (nahe Soria) mit Eleganz und Finesse überzeugen. Nebst den mächtigen und lagerfähigen Gran Reservas und Reservas zeigen sich die Crianzas fruchtbetont und bekömmlich. Spitzenweingüter produzieren zunehmend Crus aus Einzellagen. DIe Beliebtesten Rebsorte dieser Region sind Tinta del País, Cabernet Sauvignon, Albillo (weiss).
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La Rioja
Die Rioja war die erste spanische Rotweinregion mit einem weltweiten Qualitätsimage. Der Ruhm der Rioja-Weine basiert bis heute massgeblich auf den «Reservas» und «Gran Reservas», die jahrelang in Fässern ausgebaut werden, bis sie auf den Markt kommen. Die total 60 000 Hektar umfassende Rebfläche unterteilt sich in die Sub-Gebiete Rioja Alta (rund 21 000 Hektar), Rioja Alavesa (rund 12 000 Hektar) und Rioja Baja (rund 18 000 Hektar).Die unangefochtene Hauptsorte ist heute der Tempranillo (rund 39 000 Hektar). Allerdings ist der klassische Rioja stets eine Assemblage aus Tempranillo, Garnacha, Graciano sowie Mazuelo (Carignan). Vor allem die Graciano-Traube ist wegen ihrem hohen Säureanteil wieder im Aufwind. Weisse Rioja-Weine werden aus Viura, Malvasia und Garnacha Blanca bereitet. Jährlich werden rund 280 Millionen Liter Wein produziert. Der Exportanteil liegt bei rund 30 Prozent.
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Obere Ebro
Die Rebfläche von 14 000 Hektar unterteilt sich in fünf Subregionen mit eigenständigem Charakter. In der Tierra Estella und in Valdizarbre entstehen in Höhenlagen am Jakobsweg sehr elegante Weine. Im Zentrum des Gebietes, der Ribera Alta, dominiert die Sorte Tempranillo. Die Baja Montaña im Osten gilt als Hochburg der alten Garnacha-Anpflanzungen, während in der Ribera Baja im Süden vor allem körperreiche Rotweine erzeugt werden. Es werden jährlich rund 60 Millionen Liter produziert. Eine wichtige Rolle spielen Assemblagen aus Tempranillo und Bordeaux-Sorten. Garnacha-Selektionen von alten Reben gelten heute als das Aushängeschild der Region. Mit einem Anteil von 25 Prozent spielt die Rosé-Produktion noch immer eine wichtige Rolle. Auch einige der besten Crus aus Chardonnay und Sauvignon Blanc in ganz Spanien reifen hier. Süssweine aus Moscatel sind eine weitere Spezialität.
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Duero-Tal (Castilla y Leon)
Allein die fünf qualitativ etablierten D.O.-Gebiete Ribera del Duero, Toro, Bierzo, Rueda und Cigales verfügen gemeinsam über eine Rebfläche von rund 50 000 Hektar. An Bedeutung gewinnen auch die Landweine, die unter Bezeichungen wie «Vino de la Tierra Castilla y León» oder unter «Tierra del Vino de Zamora» vermarktet werden. Die Sorte Tempranillo, die hier Tinta del País, Tinto Fino oder Tinta de Toro genannt wird, dominiert klar. In Bierzo erlebt die rote Mencia-Traube einen qualitativen Aufschwung. Die weissen Verdejo-Weine aus Rueda schreiben weltweit eine Erfolgsgeschichte.
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Meseta
Südlich von Madrid auf der Hochebene Meseta befindet sich die La Mancha D.O., die größte Weinbauregion in Spanien: Von hier kommt in manchen Jahren nahezu die Hälfte des gesamten spanischen Weins. Dabei blickt La Mancha auf eine vergleichsweise junge Geschichte zurück. Anders als in den sonstigen Weingebieten der iberischen Halbinsel kultivierten hier die Römer nur in sehr bescheidenem Maß die ersten Reben. Erst nachdem die Tempelritter die Mauren vertrieben hatten, lief der Weinanbau richtig an. So stieg in der Folge die Beliebtheit bis hin zu wahren Lobpreisungen, etwa durch den spanischen Nationaldichter Miguel de Cervantes. Sein bekanntester Held Don Quijote ist sogar das Wappensymbol der La Mancha. War früher die weiße Rebsorte Airén besonders dominant, werden heute in der La Mancha die verschiedensten Sorten angebaut und dabei immer mehr sehr hochwertige Rotweine. Dazu gehören die hier Cencibel genannte Tempranillo-Rebe, Garnacha, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Malbec und Mencía, die mit fruchtiger Frische punkten. Die bestimmende Rebsorte für Weißwein ist weiterhin Airén, daneben werden unter anderem Macabeo, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Verdejo angepflanzt. Auch sie sind frisch und fruchtig mit Aromen tropischer Früchte. Das Angebot umfasst zudem auch Rosé.
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Galizien
Steht Spanien grundsätzlich für würzig-fruchtige Rotweine mit mediterranem Charme, so verkörpert das feuchtkühle Galicien, wo Weinbau grösstenteils unter dem Einfluss des Atlantiks betrieben wird, das Gegenteil. Aus weissen Sorten wie Albariño oder Godello entstehen frische, oft auch vielschichtige und elegante Weissweine. Die gesamte D.O.-Anbaufläche beträgt rund 9 500 Hektar, und verteilt sich auf fünf Ursprungsgebiete, nämlich Rías Baixas (3 800 ha), Ribeiro (2 800 ha), Ribeira Sacra (1 200 ha), Monterrei (500 ha) und Valdeorras (1 200 ha), letztere drei liegen im gebirgigen Hinterland. Es werden jährlich rund 38 Millionen Liter D.O-Wein hergestellt. Die Regionen Rías Baixas, Ribeiro und Valdeorras sind für ihre eleganten, frischen und im besten Falle doch gut strukturierten Weissweine bekannt, in Moterrei und in der Ribeira Sacra entstehen je länger je mehr bemerkenswerte Rotweine, vorwiegend aus der Sorte Mencia. Die beliebten Rebsorten dieser Region sind Albariño, Godello, Mencia.