Pinot Gris

Die Rebsorte Pinot Gris hat eine lange Ahnenreihe und mutierte vermutlich schon im Mittelalter aus Pinot Noir. Ihr Ursprung wird im Burgund vermutet. Pinot Gris ist auch in Ungarn unter dem Namen «Szürkebarát» oder «Grauer Mönch» anzutreffen, benannt nach den Mönchen, die die Sorte eingeführt haben. In Deutschland wird Wein aus Pinot Gris vor allem in Baden angebaut und hergestellt. Unter der Bezeichnung Ruländer werden in Deutschland alkoholreichere, milde Prädikatsweine erzeugt, die neuerdings als Grauburgunder auch trocken und säurebetont ausgebaut werden. Man findet ihn auch in Österreich, Rumänien und Norditalien. Im Elsass geniesst der Pinot Gris einen sehr guten Ruf und wird als eine edle Sorte betrachtet. Dort befinden sich auch etwa 90 % der französischen Anbaufläche des Pinot Gris. Der Säuregehalt der Rebsorte Pinot Gris ist meist niedrig. So bedarf es eines eher kühlen Klimas, um nicht flache, säurearme Weine zu erhalten. Ansonsten liefert Pinot Gris extraktreiche Weine mit Aromen von Mandeln, Honig und Feigen. Die Trauben besitzen einen hohen Zuckergehalt, weswegen sie vor allem im Elsass häufig süss ausgebaut werden.