Albariño

Mit 1300 Hektar Anbaufläche spielt die Rebsorte Albariño vor allem im galicischen Anbaugebiet Rías Baixas eine grosse Rolle. Dort, wo Flussmündungen die Landschaft prägen und Regen- und Sonnenstunden sich die Waage halten, herrscht das perfekte Klima für den Weisswein. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wird die Sorte überwiegend an Pergolen hochgezogen. Interessant ist, dass die besten reinsortigen Albariños aus einer Gegend Galiciens stammen, in der Granitboden vorherrscht. Die dort gewonnenen Weine gehören zu den besten und teuersten spanischen Weissweinen. Das Besondere an der Weinsorte Albariño ist ihre Mannigfaltigkeit. Je nachdem, unter welchen klimatischen Bedingungen sie angebaut und auf welche Art und Weise der Wein erzeugt wird, ergibt sie ganz unterschiedliche Weissweine. Im Rías Baixas, dem Ursprungsgebiet der Sorte, kennt man Albariño-Wein vor allem als alkoholstarken Tropfen mit betonter Säure und Aprikosenaroma. Grundsätzlich gilt dieser Weisswein, der am besten jung getrunken wird, als rassig und vielschichtig. Ein guter Albariño ist ein von feiner Säure durchzogener, saftiger und leicht salzig schmeckender Wein, der an einen Tag am Meer erinnert. Sein kühler Geschmack wirkt kraftvoll und animierend. Sein komplexes Bouquet mit fruchtigen und floralen Aromen (Aprikose, Birne, Wiesenblumen) zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Süsse und Säure aus.Weinkenner bezeichnen den Albariño-Wein als elegant, lebhaft und saftig am Gaumen. Damit ist die originelle, spannende Sorte mehr als nur das spanische Pendant zum Riesling.Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Paella.