Toskana
Kaum eine Region steht so für Dolce Vita und italienisches Flair wie die Toskana. Die rund 60 000 Hektar Rebfläche befinden sich ebenso in sanften Hügellandschaften wie an der Küste. Fast überall ist die Sangiovese-Traube wichtiger – oder einziger – Bestandteil von DOC- und DOCG-Weinen, mit Ausnahme der Küste, wo vor allem französische Rebsorten Fuss gefasst haben. Chianti Classico, Chianti, Vino Nobile di Montepulciano und Brunello di Montalcino sind die wichtigsten der elf DOCG-Weine im Inland, die alle Sangiovese als Basis haben. Rund um Bolgheri hat sich im Gefolge des Kultweines Sassicaia ein DOC-Gebiet entwickelt, das allerdings französische Rebsorten als Basis hat, die vor allem in der Küstenregion Maremma dominieren. Auch sogenannte Supertuscans – heute meist Toscana-IGT-Weine – haben oft internationale Rebsorten, aber auch Sangiovese als Basis. Weissweine von Bedeutung gibt es lediglich bei San Gimignano aus der Rebsorte Vernaccia, 1966 das erste DOC-Gebiet Italiens.