Unsere Roséweine

Unterkategorien

  • Sangiovese

    Vollmundig, tanninreich und eine präsente Säure: Dies sind die Grundeigenschaften eines Sangiovese-Weins. Auch das ausgeprägte Beerenaroma ist charakteristisch. Ohne diese rote Sorte gäbe es die italienischen Kultweine Chianti und Super-Toskaner nicht. Genaue Bestimmungen und strenge Kontrollen sichern den hohen Anteil der Traube in Prädikatsweinen von Weltrang. Besonders gelungen ist der Verschnitt mit Cabernet Sauvignon. Sangiovese ist ein wichtiger Bestandteil des klassischen Chiantis. Unverschnitten findet man ihn im Brunello, wo die Varianten Sangiovese grosso und Sangiovese piccolo konzentrierte Weine ergeben. Piccolo bringt unter Ertragsbegrenzung meist die besten Weine hervor. Der niedrige Ertrag ist eine Voraussetzung für Konzentration, Geschmack und Duft des Weins.Da die Sangiovese-Rebsorte stark zu Mutationen neigt, entwickelten sich im Laufe ihrer langen Anbaugeschichte zahlreiche Klone. Diese Variationen bauen die italienischen Winzer unter verschiedenen Bezeichnungen an. Sie verleihen dem Wein einen regionalen Charakter. Darunter befinden sich zahlreiche DOCG-Weine. Zur höchsten Qualitätsstufe gehören unter anderem Vino Nobile di Montepulciano, Carmignano und Morellino di Scansano.

  • Syrah

    Beinahe wäre der Anbau dieser reizvollen Sorte zum Erliegen gekommen. In den 50er-Jahren lag die Anbaufläche der Syrah in Frankreich bei weniger als 2'000 Hektar. Heute gibt es weltweit Rebflächen von etwa 180'000 Hektar und die Syrah gehört somit zu den am meisten angebauten Sorten. Die kraftvolle Sorte ergibt charaktervolle, geschmacksreiche Weine mit hohem Alkoholgehalt und viel Gerbstoff. Die Weinsorte Syrah ist tief dunkelrot und weist intensive Noten von schwarzem Pfeffer, Pflaumen, Schokolade und Leder auf – sowie ein charakteristisches Johannisbeer-Aroma. Gute Jahrgänge sind durchaus für eine lange Lagerung geeignet.

  • Montepulciano

    Beim Montepulciano handelt es sich um eine alte Rebsorte. Wegen der Namensgleichheit wird sie oft mit dem Vino Nobile di Montepulciano verwechselt, der aber aus Sangiovese gekeltert wird. Die Rebsorte Montepulciano ist in Mittelitalien verbreitet und wird in den Abruzzen zum bekannten Rotwein Montepulciano d’Abruzzo verarbeitet. Doch auch in Umbrien und Apulien werden Weine aus Montepulciano gewonnen. In den Marken werden der Rosso Conero und der Rosso Piceno aus dieser Rebe erzeugt. Montepulciano bringt dunkle, vollmundige und extraktreiche Weine hervor, die meist trocken ausgebaut werden. Montepulciano-Weine zeichnen sich darüber hinaus durch eine samtige Textur, einen vollen Körper und den Geschmack nach Beeren, Kirschen und kräftigen Gewürzen aus – zudem lassen sich Pflaumen und Tabak herausschmecken. Stimmt die Qualität, sind die Weine aus der Montepulciano-Traube ausgewogen und fein gewürzt.

  • Garnacha

    Die Grenache ist die am vierthäufigsten angebaute Rebsorte der Welt. Ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Aragón, von wo sie sich in die Rioja und nach Navarra ausdehnte. In Spanien und Frankreich befinden sich die meisten Anbauflächen. Die Trauben der Grenache sind arm an Tanninen und bringen vollmundige und würzige Weine mit hohem Zuckergehalt hervor. Die Sorte ist in Spanien und im französischen Midi weitverbreitet. Einer der besten Roséweine aus der Rebsorte Grenache, der Tavel, stammt aus dem Süden der Côtes du Rhône. In Châteauneuf-du-Pape, wo Grenache die wichtigste Rebsorte darstellt, wird sie mit einem Anteil von 90 Prozent zu konzentrierten Rotweinen ausgebaut. In Banyuls ergibt sie unverschnitten die gleichnamigen portweinähnlichen, angereicherten Weine. Der hohe Zuckergehalt in den spanischen Grenache-Weinen führt zu Konzentration und Stabilität, nicht immer aber zu Eleganz. In der Rioja dominiert sie den Anbau und wird wegen ihrer wenigen Tannine als Ausgleich häufig mit Tempranillo verschnitten. Auf Sardinien heisst die Traube Cannonau und ergibt kräftige Weine.

  • Tempranillo Blanco

    Tempranillo blanco muß man nicht kennen. Eine äußerst seltene Rebsorte, die nur drei oder vier Winzer in der Rioja, wo sie herkommt, anbauen und reinsortig abfüllen.

    Trotzdem ist sie interessant, weil sie eine sensorische Reise in unverzüchtete Genetik ermöglicht und so dem globalen Rebsorten-Einerlei eine spannende Facette hinzuzufügen vermag. Viefalt statt Einfalt.

    Der weiße Tempranillo wurde erst 1988 in einem Weinberg in der Rioja Baja entdeckt. Er scheint eine Zufalls-Mutation des roten Tempranillo zu sein, wurde über vier Jahre von offizieller Seite untersucht und später auf einem Versuchsfeld angebaut, um schließlich zum Anbau zertifiziert und 2004 für den Rebsorten-Spiegel für weißen Rioja freigegeben zu werden.

    Die Rebsorte ähnelt der roten Varianten, besitzt das identische kurze Reifefenster und ähnliche Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlingsbefall. Aktuell haben die weiße Variante drei oder vier Winzer in der Rioja im Anbau, deren Weine guten Alkohol aufweisen und eine angenehme weiche Säure besitzen, die für atlantisch kühle Frische in mediterran dicht den Mund füllendem Körper sorgt. Im Duft gefallen die Weine mit intensiven Zitrus-Noten, gepaart mit tropischen Fruchtaromen und raffiniert intensiven Anklängen an die ersten weißen Blüten im Frühling. 

    Hier treffen exemplarisch nachvollziehbar atlantisches auf kontinentales Klima in Weinen, die würzige Frische mit prallem Körper zu vereinen wissen. Eine neue Dimension weißen Riojas. Sehr spannend, sehr anregend und ausgezeichnet kulinarisch zu kombinieren.

  • Pinot Noir

    «König der Rotweine» werden Erzeugnisse aus dieser klein- bis mittelbeerigen Rebe genannt. Pinot noir gehört zu den Cépages nobles und stellt damit eine der edelsten Trauben der Welt dar. Sie ist die Haupt-Rebsorte für roten Burgunder und bildet die Grundkomponente für Champagner. In Bezug auf ihre Lage ist sie sehr wählerisch. Die aus der Pinot-noir-Rebsorte gekelterten Rotweine brauchen eine lange Reifezeit und entfalten erst dann ihr geschätztes Bouquet. Ihre dunkelblauen Trauben weisen eine zapfenförmige und dichtbeerige Form auf – ein Umstand der ihnen möglicherweise den Namen einbrachte. Denn das Wort «Pinot» ist vermutlich dem französischen Wort «pin» für Kiefer entlehnt. Im Glas eingeschenkt, erscheint der edle Tropfen entweder in einem dunklen Blaubeerton oder einem flammenden Rubinrot. Güte und Geschmack eines Pinot-noir-Weins hängen stark vom Terroir ab. Generell schmeckt ein Pinot noir fruchtig. Diese Fruchtigkeit kann subtil ausfallen oder stärker ausgeprägt sein. Vollmundig und geschmeidig sind weitere typische Attribute. Viele weisen Aromen von Beeren, Kirschen oder Feigen auf. Bei entsprechender Reife wird der vielschichtige Charakter um Nuancen von Mandel-, Kräuter- oder Holzaromen ergänzt. Gern bauen Winzer einen Pinot noir als Barrique aus. Als Speisebegleiter macht sich der fruchtbetonte körperreiche Wein zu hellem Geflügel, Meeresfrüchten sowie zu dunklem Fleisch wie Rinderbraten und Wild ganz vorzüglich.

  • Merlot

    Die Abstammung dieser Rebsorte ist unbekannt, sie wird jedoch seit Jahrhunderten in Frankreich angebaut. Ob aufgrund ihrer Vorliebe für die Beeren oder ihres dunklen Gefieders: Die Amsel, auf Französisch «merle», gab den dunklen Trauben mit dem blauen Schimmer ihren Namen. Den Merlot-Wein zeichnen Fruchtigkeit, viel Körper und ein auffallender Beerenduft aus. Aufgrund des niedrigen Tanningehalts und der dezenten Säurestruktur schmeichelt er dem Gaumen. Merlot ist eine der weltweit beliebtesten roten Rebsorten. Wunderbar begleitet sein üppiges Fruchtarmona den Verzehr kräftiger Speisen wie Wildgerichte mit würzigen Sossen, Schmorbraten und Geflügel. Ebenso perfekt passt er zu französischem Hartkäse.