Pinot Noir

«König der Rotweine» werden Erzeugnisse aus dieser klein- bis mittelbeerigen Rebe genannt. Pinot noir gehört zu den Cépages nobles und stellt damit eine der edelsten Trauben der Welt dar. Sie ist die Haupt-Rebsorte für roten Burgunder und bildet die Grundkomponente für Champagner. In Bezug auf ihre Lage ist sie sehr wählerisch. Die aus der Pinot-noir-Rebsorte gekelterten Rotweine brauchen eine lange Reifezeit und entfalten erst dann ihr geschätztes Bouquet. Ihre dunkelblauen Trauben weisen eine zapfenförmige und dichtbeerige Form auf – ein Umstand der ihnen möglicherweise den Namen einbrachte. Denn das Wort «Pinot» ist vermutlich dem französischen Wort «pin» für Kiefer entlehnt. Im Glas eingeschenkt, erscheint der edle Tropfen entweder in einem dunklen Blaubeerton oder einem flammenden Rubinrot. Güte und Geschmack eines Pinot-noir-Weins hängen stark vom Terroir ab. Generell schmeckt ein Pinot noir fruchtig. Diese Fruchtigkeit kann subtil ausfallen oder stärker ausgeprägt sein. Vollmundig und geschmeidig sind weitere typische Attribute. Viele weisen Aromen von Beeren, Kirschen oder Feigen auf. Bei entsprechender Reife wird der vielschichtige Charakter um Nuancen von Mandel-, Kräuter- oder Holzaromen ergänzt. Gern bauen Winzer einen Pinot noir als Barrique aus. Als Speisebegleiter macht sich der fruchtbetonte körperreiche Wein zu hellem Geflügel, Meeresfrüchten sowie zu dunklem Fleisch wie Rinderbraten und Wild ganz vorzüglich.